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Warum Photovoltaik?
1. Strahlungsrisiko :
"...35 % des Stromes kommen aus Kernkraftwerken"
Zeitungsausschnitt aus NRZ vom 30.05.98 - Seite: Wissenschaft und Technik
Atommüll reist tonnenweise durch das Land
Kerntechnik ist ein Risiko an sich
Von BERT FRINGS
Der Strahlenskandal um die radioaktives Material "ausschwitzenden" Atommülltonnen zeigt deutlich das Problemspektrum rund um die Kernenergie auf: Die Sicherheit von Nuklearanlagen und Castor-Transporten, die Auswirkung radioaktiver Strahlen auf Mensch und Natur, die ngelöste Entso ung und Endlagerung des hochgiftigen Atomstoffs.
Klotzig stehen sie in idyllischen Landschaften, die strahlenden Trutzburgen des Atomzeitalters", vollgestopft mit Hochtechnologie, gepanzert wie bombenfeste Bunker. Hierzulande sind (noch) 19 Kernkraftwerke am Netz. An der öffentlichen Stromversorgung über Hochspannungsnetze sind sie zu 35 Prozent beteiligt. nicht mitgerechnet die Industrie, die sich über eigene Leitungen und Anlagen selbst versorgt. Ein Potential, was im Energiemix mit Kohle, Erdöl und Erdgas nicht zu unterschätzen ist.
Da alternative Energieträger wie Sonne, Wind, Erdwärme und Wasserkraft jahrzehntelang reichlich weniger als die Kerntechnologie staatlich gefördert wurden, wird auch Deutschland mit dem Uran-Strom leben müssen - und das mit allen Unwägbarkeiten einer modernen Technik, die als solche und an sich ein Risikofaktor ist.
Und die angeblich bis auf einen "Rest" beherrschbaren Risiken lauem nicht nur in den gleichermaßen sensiblen wie hochbrisanten High-Tech-Systemen der atomaren Höllenöfen, wie der zu lange Zeit vertuschte Strahlenskandal bei den Castor-Transporten es erschreckend deutlich zeigt.
Obwohl so stark stahlummantelt, daß er einen Fall aus 800 Meter Höhe oder einen Zusammenstoß bei 160 km/h mit einem Schnellzug überstehen könnte, sind die Behälter ausgerechnet an den Stellen nicht ganz dicht, wo sie eigentlich nicht undicht sein dürfen: In den Fugenecken von Hebelhaken und an den Silikonverdichtungen sammeln sich radioaktiv kontamierte Tröpfchen aus "Schwitzwasser", bedingt durch Erschütterungen beim Transport. Die durchaus gegebene und halt nicht auszuschließende Strahlungsgefährdung wurde auch in diesem Fall heruntergespielt, in dem ein Sprecher der KKW-Betreiber sie in altgewohnter Ignoranz als "0,000 Fliegenschiß" bemaß.
Gleichwohl reist der brisante Atommüll tonnenweise durchs Land. Durchschnittlich sind es derzeit 60 bis 80 Transporte pro Jahr, 75 waren es allein 1997, davon 54 zur französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague und 19 zum britischen Ableger in Sellafield.
Der Rest der strahlenden Ladung von insgesamt ca. 36000 Tonnen jährlich ging von La Hague nach Gorleben (1 Fuhre), in deutsche Zwischenlager (2) oder kam aus kleineren Forschungsreaktoren (22). Die 36000 Tonnen atomaren Abfalls verteilen sich auf etwa 445000 einzelne "Versandstücke", von denen 90 Prozent dem Einsatz in Wissenschaft und Forschung, Industrie und Nuklearmedizin entstammen.
Die Problematik des Castor-Tourismus, mal hin, mal zurück, auf Schienen und Straßen ist dadurch entstanden, weil die technische wie politische Frage der gefahrlosen Entsorgung und Endlagerung von hochradioaktiven Stoffen immer noch nicht beantwortet ist. Und das, obwohl jährlich ein Drittel der ausgebrannten Brennelemente eines jeden Kernkraftwerks durch neue ersetzt werden muß.
Da im Salzstock Gorleben noch auf Jahre hin erforscht werden muß, ob die Unterwelt als Endlager hochradioaktiver Stoffe überhaupt geeignet ist (oder auch nicht), müssen noch über 2005 hinaus, so denn bis dahin die "Eignungsaussage" vorliegen sollte, die drei Zwischenlager in Ahaus, bei Gorleben und in Greifswald den hochbrisanten Atommüll horten und das, so ist es vorgesehen, auf die Dauer von 40 Jahren. Zwar steht seit der Vereinigung das Endlager Morsleben für Atom-Abfälle zur Verfügung - allerdings befristet bis Juni 2000.
Den in Glaskokillen versiegelten Nuklearschrott bis zu 1200 Meter tief in Salzstöcken zu versenken, ist nicht unproblematisch: In Hohlräumen können gesättigte Salzlösungen wabern, sich über die Behälter ergießen, sie "irgendwann" zerfressen und die Radioaktivität entfesseln - eine Zeitbombe von kolossalem Kaliber.
EU legt Quoten für C02 fest
Luxemburg (dpa). Die EU-Umweltminister haben die Quoten für die Treibhausgase der 15 Partnerländer festgesetzt. Einige müssen die Emission verringern, andere dürfen den Ausstoß erhöhen. Die Ergebnisse müssen bis 2012 erreicht werden. Basisjahr ist 1990. Insgesamt will die EU die Emissionen um acht Prozent kürzen. Die Quoten: Deutschland: minus 21 %; Großbritannien: minus 12,5 %; Frankreich: 0 %; Italien: minus 6,5 %; Niederlande: minus 6,0 %; Österreich: minus 13 %; Belgien: minus 7,5 %; Dänemark: minus 2,1 %; Luxemburg: minus 28 %; Finnland: 0 %; Griechenland: plus 25 %; Irland: plus 13 %; Portugal: plus 27 %; Spanien: plus 15 %; Schweden: plus 4 %.
(NRZ vom 18.6.1998)
Mögliche Lösungen, die in der Praxis überprüft werden müssen:
Unter dem Begriff "Regenerative Energien" versteht man Techniken der Umwandlung verschiedener Energieformen in Strom , die umweltverträglicher sein sollen als Energieumwandlungen in Kernkraftwerken und solchen, die fossile Brennstoffe nutzen.
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